Offener Sternhaufen Messier 37

Objektbeschreibung

Messier 37
Messier 37: Offener Sternhaufen in Auriga; 500 mm Cassegrain 3625 mm f/7.2; SBIG STL11K; 10+10+10+10 min LRGB; Berner Oberland; © 2009 Radek Chromik

M 37 (NGC 2099) ist der schönste der drei hellen Messier-Sternhaufen im Sternbild Auriga (Fuhrmann). Die anderen beiden sind Messier 36 und Messier 38. Er wurde erstmals 1654 von Giovanni Hodierna gefunden und dann am 2. September 1764 von Charles Messier wiederentdeckt. Messier schrieb dazu: «Haufen kleiner Sterne, nicht weit vom vorherigen entfernt, auf der Parallele von χ Aurigae; die Sterne sind kleiner, näher beieinander und enthalten Nebel; mit einem gewöhnlichen 3.5-Fuß-Teleskop ist es schwierig, die Sterne zu sehen: Dieser Haufen ist auf der Karte des zweiten Kometen von 1771, Mem. Akad. 1777. eingetragen.» [281]

Der Sternhaufen enthält etwa 150 Sterne bis zu 12.5 Magnituden. Insgesamt dürften es mehr als 500 Sterne haben. Die stellare Population unterscheidet sich von der von M 36 und dürfte älter sein. Das Alter wird etwas über 200 Millionen Jahre geschätzt. Die jüngsten Sterne sind vom Typ B9V und die meisten der anderen hellen Sterne sind A-Sterne der Hauptreihe. Der Haufen enthält auch mindestens ein Dutzend rote Riesen. Der hellste von diesen ist 9.5 mag hell und fällt in der Nähe des Zentrums auf wie ein roter Rubin in einem Feld Diamanten. Die Entfernung des Sternhaufens beträgt mit 1383 pc bis 1400 pc geringfügig mehr als M 36. [4, 145, 196]

Revised+Historic NGC/IC, Version 22/9, © Dr. Wolfgang Steinicke [277]
BezeichnungNGC 2099
TypOCL (II1r)
Rektaszension05h 52m 18.3s
Deklination+32° 33' 11"
Durchmesser15 arcmin
Visuelle Helligkeit5.6 mag
Metrische Entfernung1.383 kpc
Dreyer BeschreibungCl, Ri, pCM, st L & S
Identifikation, AnmerkungenM 37, OCL 451

Auffindkarte

Der offene Sternhaufen befindet sich östlich des Pentagons im Sternbild Auriga (Fuhrmann) und ist in einer dunklen Nacht von bloßem Auge sichtbar. Beste Beobachtungszeit ist September bis April.

Karte Offener Sternhaufen Messier 37
Offener Sternhaufen Messier 37 im Sternbild Auriga. Karte mithilfe von SkySafari 6 Pro und STScI Digitized Sky Survey erstellt. [149, 160]

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Quellenangaben

4«Burnham's Celestial Handbook: An Observer's Guide to the Universe Beyond the Solar System» by Robert Burnham; Dover Publications, Inc.; Voume I: ISBN 0-486-23567-X; Volume II: ISBN 0-486-23568-8; Volume III: ISBN 0-486-23673-0
145SIMBAD astronomical database; simbad.u-strasbg.fr/simbad
149SkySafari 6 Pro, Simulation Curriculum; skysafariastronomy.com
160The STScI Digitized Sky Survey; archive.stsci.edu/cgi-bin/dss_form
196Celestial Atlas by Curtney Seligman; cseligman.com/text/atlas.htm (2020-12-28)
277«Historische Deep-Sky Kataloge» von Dr. Wolfgang Steinicke; klima-luft.de/steinicke (2021-02-17)
281«Catalogue Nébuleuses et des Amas D'Étoiles» Observées à Paris, par M. Messier, à l'Observatoire de la Marine, hôtel de Clugni, rue des Mathurins. «Connoissance des temps ou connoissance des mouvements célestes, pour l'année bissextile 1784 » Page 227; gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k6514280n/f235 (2021-02-21)