Sternhaufen mit Nebel NGC 1333

Objektbeschreibung

NGC 1333
NGC 1333: Sternhaufen mit Nebel in Perseus; 500 mm Cassegrain f=3625 mm f/7.2; SBIG STL11K; 120+3*40 min LRGB; Sternwarte Lischerli, Ottenleuebad, Berner Oberland; © 2011 Radek Chromik

Der galaktische Nebel NGC 1333 wurde am 31. Dezember 1855 vom deutschen Astronomen Eduard Schönfeld entdeckt. Der Nebel war Gegenstand zahlreicher Forschungsarbeiten. Die früheste geht auf Edwin Hubble im Jahre 1922 zurück.[196, 336]

NGC 1333 © Spitzer
NGC 1333: Infrarotaufnahme mit dem Spitzer Weltraumteleskop [351]

Bei NGC 1333 handelt es sich um einen hellen Reflexionsnebel und aktuell aktivsten Bereich von Sternentstehung im westlichen Teil der Perseus-Molekularwolke. Der Nebel reflektiert hauptsächlich das Licht des B8 Spektralklasse Sterns BD +30°549. Er beherbergt zudem einen offenen Haufen von etwa 150 jungen Sternen mit einem mittleren Alter von einer Million Jahre und etwa 100 Sonnenmassen, welcher sich in zwei Untergruppen unterteilt. Mit dem Reflexionsnebel ist die Dunkelwolke L1450, auch als Barnard 205 bekannt, assoziiert. Eine CO-Emissionswolke erstreckt sich von dort etwa 1° in Richtung Süden. Die umliegende Molekülwolke enthält zahlreiche Hohlräume mit Filamenten von dichtem Gas, welche aufgrund der stellaren Winde von den aktivsten Zentren der Sternentstehung wegweisen. Die molekulare Masse der der NGC 1333 Region wird auf etwa 450 Sonnenmassen und die Entfernung auf etwa 300-350 Parsec (rund 980 bis 1100 Lichtjahre) geschätzt. [336, 351]

«The Complete New General Catalogue and Index Catalogue of Nebulae and Star Clusters» von J.L.E. Dreyer, nachbearbeitet 1988 von Roger W. Sinnott [142]. Koordinaten in B2000.0.
Name Typ RA [hm] Dec [dm] Const ⌀ ['] vMag Beschreibung
NGC 1333Nb03 29.3+31 25Per9.F, L, *10 nf

Auffindkarte

Der galaktische Nebel NGC 1333 befindet sich im Sternbild Perseus. Die beste Beobachtungszeit ist September bis Februar, wenn das zirkumpolare Sternbild nachts am höchsten steht.

NGC 1333 Karte
Karte mithilfe von SkySafari 6 Pro [149] und STScI Digitized Sky Survey [160] erstellt.

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